An mehreren Tagen wurde auf Kreisebene im Wirkbereich Roßleben, bei der Stützpunktfeuerwehr Roßleben ein Maschinistenlehrgang durchgeführt, an dem insgesamt vierzehn Feuerwehrkameraden aus Roßleben, Bottendorf, Schönewerda und Wiehe sowie Heike Schumann aus Bottendorf als einzige Feuerwehrkameradin, teilnahmen. Teilnahmevoraussetzung hierfür ist, das der Teilnehmer, die Teilnehmerin die Truppmannausbildung gemäß FwDV 2, Ziffer 2.1.2 erfolgreich abgeschlossen hat. Lehrgangsziel ist es, die Befähigung zum Bedienen maschinell angetriebener Einrichtungen – mit Ausnahme von maschinellen Zugeinrichtungen – und sonstiger auf Löschfahrzeugen mitgeführten Geräte zu erlangen . Darüber hinaus wurden auch Kenntnisse und richtige Verhaltensweisen, die für die Durchführung von Einsatzfahrten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten erforderlich sind, von den verantwortlichen Ausbildern Marcel Thomann, Wehrführer Gerald Schulz, Gruppenführer Holger Bock und Maschinist Benjamin Voigt vermittelt. Neben den geltenden Rechtsgrundlagen und ihren jeweiligen Aufgabenbereichen, mussten die Lehrgangsteilnehmer aber auch über Löschfahrzeuge, Motorenkunde, Feuerlöschkreiselpumpen, Wasserförderung und vieles mehr bei der späteren Prüfung Rede und Antwort stehen. Wesentlich mehr Freude bereitete den angehenden Maschinisten verständlicherweise der praktische Ausbildungsteil. Zunächst erfolgte an einem offenen Gewässer die Ausbildung an den verschiedensten Feuerlöschpumpen. Während die Roßlebener Wehr ein TLF mit Heckpumpe zur Verfügung stellten, hatten die Wieheschen Kameraden ein altes W 50 TLF mit einer Wasserringpumpe mitgebracht. Die Bottendorfer Feuerwehr stellte Ihr LF16/TS mit Vorbaupumpe zur Verfügung. Aber auch die Ausbildung im Hydrantenbetrieb an der TS 8/8 ultraleicht- Tragkraftspritze mit stand ebenso auf dem umfangreichen auf dem Lehrplan, wie die Trockensaugprobe, die nach jedem Betrieb einer Feuerlöschpumpe erfolgen muss. Hier wird über eine Entlüftungseinrichtung ein Vakuum erzeugt ,um die Pumpe nach dem Betrieb auf eventuelle Undichtigkeiten überprüfen zu können. Damit die ordnungsgemäße Funktion für den nächsten Einsatz sichergestellt ist, müssen unverzüglich defekte Dichtungen oder Gehäuse erneuert werden. Am letzten Lehrgangstag mussten zunächst in einer schriftlichen Prüfung 50 Fragen quer aus allen Feuerwehrbereichen beantwortet werden. Nicht nur aufgrund tropischen Temperaturen gerieten einige der Prüflinge mächtig ins Schwitzen. Die anschließende praktische Prüfung erledigten die angehenden Maschinisten mit links. Als dann bekannt gegeben wurde, dass alle den nicht leichten Maschinistenlehrgang mit Erfolg bestanden hatten, herrschte verständlicherweise großer Jubel unter den fünfzehn neuen Maschinisten. |